Dienstag, 1. April 2014

Der älteste Beleg für das Wort "Aprilscherz"

Den vermutlich ältesten Beleg für das Wort "Aprilscherz" habe ich in Levin Schückings zwischen 1837 und 1848 geschriebener Erzählung "Eine dunkle Tat" (an der seine Freundin Annette von Droste-Hülshoff mitarbeitete) gefunden. Im fünften Kapitel steht:

"Herr von Kraneck lachte, »wissen Sie noch, wie Sie in die Flasche kriechen wollten?«

»Oh, Ew. Gnaden, es war ja ein Aprilscherz!«

»April? Nichts da, es war mitten im März; wollen Sie den Kalender sehen, worin ich's angestrichen habe?"

Jacob Grimm kannte das Wort offenbar noch nicht, als er 1852 den ersten Band des "Deutschen Wörterbuchs" veröffentlichte. Dort gibt es nur "Aprilnarr". Die Tradition des In-Den-April-Schickens stammt aus Deutschland und hat sich von dort in Europa und Nordamerika verbreitet. Die Redensart „in den April schicken“ taucht schon 1618 in Bayern auf. Der früheste Beleg im "Oxford Dictionary" für "April Fool" stammt von 1845.

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